japanese trash

Trash {me}



1. Der Zirkus



Es war riesig. Und bunt. Was sonst hätte man dazu sagen können? Nichts eigentlich, denn beim Anblick dieses pompösen Zirkuszelts mit all den Fähnchen und dicken Seilen, die es halten mussten, fielen die Münder ganz von allein auf und die Augen wurden größer. Es war nicht das erste Mal, dass ein Zirkus durch unsere Stadt zog, doch diesmal war es anders, größer, prunkvoller, einfach viel mehr. Die Kinder lachten und zogen ihre Eltern so schnell es für sie möglich war zum Eingang. Über ihm hing ein riesiges Schild mit der Aufschrift „Lassen sie sich entführen in eine fremde und weitentfernte Welt voller Mystik und Träumereien!“
„Komm, lass uns gehen, sonst sind die besten Plätze weg, bevor wir uns überhaupt in Bewegung gesetzt haben.“
Ich zuckte zusammen und ließ meine Gedanken für diesen Moment erst einmal los. Die Stimme zeigte mir den Weg nach vorn in Richtung Eingang. Ich ging ohne ein Wort zu sagen auf meine Begleitung zu und nahm die Eintrittskarte, die er mir entgegenstreckte. Unsere Schritte waren synchron. Doch plötzlich fing mein Herz an zu klopfen und ich blieb stehen, als wir den roten Teppich erreichten, der wie eine lange Zunge in das Zelt führte. Ja, jetzt wusste ich, an was mich dieser Zirkus erinnerte. Ich blickte auf und beobachtete das Fähnchen auf der Spitze, wie es sich im Wind hin- und herwandt. Ein Monster mit unheimlichen Augen, scharfen Zähnen, das seine Zunge ausstreckte und darauf wartete, dass die Menschen- geblendet von all den Farben und betäubt von der Blaskapelle- in sein Maul kletterten, lachend. ‚Wie absurd‘, dachte ich mir und schüttelte den Kopf, ‚in letzter Zeit hast du wirklich seltsame Gedankengänge, meine Liebe.‘
„Kommst du endlich? Du stehst mitten im Weg.“, erklang die Stimme ein zweites Mal und meine Beine bewegten sich weiter, auch wenn ich nicht sicher war, ob ich sie selbst steuerte oder nur mein Unterbewusstsein den Mechanismus fortsetzte. Die Musik wurde lauter, je näher man der Manege kam, die mehr als die Hälfte des Zirkuszelts einnahm und nur durch eine Schnur abgesichert war. Diese Sicherheitsmaßnahmen würden beim Ordnungsamt sicher nicht überzeugen, denn sie überzeugten noch nicht einmal mich als Laien. Noch ein Grund mehr Angst zu haben. Schon als kleines Kind hatte ich Angst vor Clowns und Zirkuszelten. Es war fast wie eine phobische Störung, die ich wahrscheinlich nie überwinden werde. Aber natürlich habe ich Mikey, meinem Begleiter, nichts davon gesagt, denn es war seine Idee in den Zirkus zu gehen und ich konnte seinem Enthusiasmus nicht die Stirn bieten. Wie gewöhnlich.
„Hey, es fängt an.“, sagte Mikey mit aufgeregter und fast schon übertrieben freudiger Stimme. Er erinnerte mich an früher, als wir noch klein waren und im Sandkasten spielten. Eigentlich hatte sich nichts an ihm geändert außer seinem Alter. Er war im Innern noch der kleine Junge aus dem Sandkasten, der mir seine Schaufel anbot, als ich weinte, weil meine kaputt gegangen war.
„Ja.“, konnte ich nur antworten, als ein lauter Knall mich unterbrach und ein lautes Raunen durch das Publikum ging. Kinder fingen an zu weinen, zu lachen, manche waren zu erschrocken, um etwas tun zu können. Angst kann einen fesseln.
„Angst kann einen fesseln..“, sagte eine tiefe Stimme, die durch das Mikrofon etwas verzerrt klang. Sie kann dich aus Verzweiflung weinen lassen.
„Sie kann dich aus Verzweiflung weinen lassen..“, setzte sie erneut an.
‚Oder dich zum Lachen bringen, um durch Verdrängung über dich zu siegen..‘
Wieder zuckte ich zusammen. Das waren meine Gedanken. Diese Stimme sagte, was ich mir in Gedanken leise zuflüsterte. Oder war es umgekehrt und ich dachte erst, nachdem die Stimme sprach? In der Manege stand ein alter Mann mit gezwirbeltem Bart. Auf seinem Kopf trug er einen schwarzen Zylinder und um seinen Hals war eine schwarze Fliege gebunden, die einen starken Kontrast zu seiner roten Uniform und dem weißen Hemd darunter bildete. Seine Hand umklammerte einen Stock, auf dem er sich abstützen musste, und sein Gesicht war übersäht von Falten, die scheinbar alle eine andere Geschichte aus seinem Leben hätten erzählen können. Er hob das Mikrofon an seinen Mund und seine Stimme erklang: „Herzlich willkommen meine Damen und Herren, liebe Kinder! Ich verspreche Ihnen, dass sie diesen Abend nicht vergessen werden, denn es wird ein prunkvoller Abend, ein exessives Schauspiel voller Musik...“
Das Orchester, das über der Manege auf einer Art Plattform aufgebaut war, fing plötzlich an zu spielen. Die Melodie klang sehr fröhlich, zirkus-fröhlich, aber die Figuren, die dort oben hinter ihren Instrumenten standen oder saßen, trugen pechschwarze Anzüge und verzogen keine Miene. Sie saßen nur da, konzentriert, mit schwarzumrandeten Augen und keinerlei Emotionen. Sie waren leer.
„...voller Überraschungen..“
Ein zweiter, noch lauterer Knall ertönte und Nebel stieg in der Mitte der Manege auf, wo eben noch der alte Mann stand. Wieder wurde es laut im Zelt und man sah Kinder, die sich in den Arm ihrer Eltern flüchteten oder sich die Ohren zuhielten. Der Nebel verzog sich, doch der Mann war verschwunden. Die Manege war leer und es wurde dunkel.
„Lassen sie sich entführen in eine fremde und weitentfernte Welt voller Mystik und Träumereien!“
Ich drehte mich wie automatisiert in die Richtung, aus der ich die Stimme erahnte, doch ich konnte durch die Dunkelheit nichts sehen. Mein Körper fing an zu zittern, denn es wurde auf einmal kalt. Ein leises Rauschen durchdrang das Zirkuszelt und die Stimme fuhr fort: „Können sie ihren Augen trauen? Können sie ihre Herzen dem Unglaublichen öffnen und spüren, wie nah Angst und Neugier, Weinen und Lachen beieinander liegen? –Illusion und Wahrheit?“
Meine Angst setzte sich gegen die Vernunft durch und Tränen füllten meine Augen. Obwohl ich es selbst nicht bemerkte, musste ich wohl leise geschlurzt haben, denn Mikey nahm meine Hand und drückte sie fest an seine Brust. Es fühlte sich so warm an und ich erwachte aus meiner Angst.
„Kommen sie in eine Welt voller Geheimnisse, voller Wunder und lassen sie sich verzaubern von der fabelhaften Inszenierung unserer Schausteller.“
Plötzlich hörte man mehrmals hintereinander ein leises Knacken und ein Scheinwerfer nach dem anderen ging an. Die Lichtstrahlen hatten alle unterschiedliche Farben und bewegten sich schnell hin und her, bis sie in einem Punkt aufeinandertrafen und dort verharrten. Erst jetzt erkannte man eine Figur, dort, wo gerade noch der alte Mann stand. Langes schwarzes Haar fiel über ihre Schultern, auf dem Kopf trug sie einen Reif mit einer langen weißen Feder, die an einer Seite festgemacht war. Ihr weißes Kleid funkelte im Scheinwerferlicht, als sei es von Millionen und Abermillionen Diamanten übersäht, ihre roten Lippen waren voll und sinnlich, ihre Beinen schienen endlos lang zu sein und das Farbenspiel der Scheinwerfer tauchte sie in ein blau-violettes Licht. Leise Musik fing an zu spielen und sie löste sich aus ihrer starren Position. Ihre Arme formten sich vor ihrem Körper zu einem Ring, ihr Blick ging durch die Reihen der angespannt wartenden Gesichter und ihr Lächeln erschien heller, als es jeder Scheinwerfer jemals hätte sein können. Die Musik wurde lauter, schneller. Innerhalb weniger Sekunden began sie zu tanzen, als sei es wichtiger, als alles andere auf der Welt. Ihre Bewegungen waren schnell, aber gleichzeitig sanft und es kam mir vor, als würde sie über den Boden schweben, wie ein Schwan, der zum Himmel aufstieg. Das Licht war auf die Musik abgestimmt und zuckte wie Blitze vor einem Sturm. Die Härchen auf meinem Arm stellten sich auf vor lauter Spannung. Neben mir war es still, hinter mir, vor mir, das ganze Zelt schien den Atem anzuhalten. Wie traumatisiert starrten alle Augen nur auf sie, die sie da vorn tanzte, als sei sie von etwas besessen. Ihr Haar wehte in alle Richtungen, ihre roten Lippen hatten aufgehört zu lächeln und das lange weiße Kleid schlang sich um ihren Körper, als wolle es sie für immer in sich einschließen. Mit einem letzten scharfen und hellen Ton des Hi-Hat blieb sie abrupt stehen, ließ sich auf den Boden sinken und schien sich vor irgendetwas zu verbeugen. Ein Scheinwerferlicht löste sich von den anderen ab und eine weitere Figur wurde sichtbar. Er trug einen schwarzen Anzug mit goldenen Knöpfen und Aufsätzen, auf seinem Kopf eine schwarze Mütze. Wie er da so stand, mit kalten Augen, leer, erinnerte er mich an einen Kommandanten der Armee. Ihm folgten noch mehr schwarzgekleidete Figuren, die wie Maden aus allen Ecken krochen –Maggots. Das Szenario kam mir schon von Anfang an nicht wie ein normaler Zirkus vor, eher wie ein makaberes Spiel, ein absurder Traum. Ein Alptraum, von dem man aus dem Schlaf gerissen wird und danach nicht mehr einschlafen kann aus Angst, man könne es beim nächsten Mal bis in die Tiefen seines Selbst spüren.
Der Kommandant zeigte mit dem Finger auf die schlanke Frauengestalt, die zusammenzuckte. Die Musik setzte wieder ein. Alles ging so schnell. Es war wie ein Blitzlichtgewitter, so viele Bilder auf einmal, so viele Bewegungen, die für meine Augen zu schnell waren, als dass sie ihnen hätten folgen können. Die Maggots maschierten auf das weißgekleidete Mädchen zu und packten sie, zogen sie mit sich hinter den roten Vorhang, von dem man nur Teile im Scheinwerferlicht sah. Die Musik setzte kurz aus und mit dem nächsten Ton ergriff die Armee von schwarzgekleideten Figuren ihre Mützen und schmissen sie durch die Manege. Sie knöpften ihre Anzüge auf und rissen sich die Jacken vom Leib. Wieder begann dieser merkwürdige Tanz, als seien sie alle besessen von etwas, dessen man sich noch nicht bewusst sein konnte. Und wieder wurde es ruhig im Publikum- zu viele Eindrücke auf einmal, zu viel Spannung lag in der Luft. Sie vibrierte, ein falscher Ton und man hatte das Gefühl, sie würde explodieren.
„Das ist unglaublich.“, hörte ich seine Stimme neben mir sagen, „Das ist so unwirklich.“
Ich war nicht in der Lage etwas zu sagen, aber das war wahrscheinlich auch nicht nötig in diesem Augenblick. Ich wollte Luft holen, doch meine Kehle war wie zugeschnürt vor Angst und Anspannung. Erst jetzt bemerkte ich, dass Mikey immer noch meine Hand hielt. Sie war feucht, es war wieder wärmer geworden im Zelt. Ein lautes Schlagen von Hufen ließ mich meinen Blick wieder zur Manege lenken. Dort standen drei wunderschöne weiße Pferde, die alle einen ähnlichen Reif auf ihrem Haupt trugen, wie die schlanke Tänzerin, nur die Federn waren größer. Die Hufen schabten auf dem Boden und erzeugten ein leises Geräusch, was später in leises Quietschen überging, als würde man mit seinen Fingernägeln an einer Tafel entlanggehen. Der Sattel jeden Pferdes war reich verziert mit Blumen, verschlungenen Linien und funkelnden Steinen, alles sehr bunt und aufwendig gestaltet. Diese Tiere wirkten so majestätisch, fast überheblich und herabblickend auf all diese fremden Gesichter um sie herum. Doch kaum hatte man etwas, an dem man sich festhalten konnte, auf das man sich konzentrieren konnte, da wurde es einem schon wieder entrissen. Es war fast so, als könnte man die Wahrheit hinter dieser prachtvollen Inszenierung erkennen, wenn man sie mit seinen Augen hätte festhalten können. Der Kommandant und zwei seiner Gefolgsleute stiegen auf die Pferde und ritten mit ihnen in der riesigen Manege auf und ab, während andere einige Hürden aufstellten. Dann folgten Reitfiguren, die für normale Menschen, wie sie hier in diesem Publikum saßen, atemberaubend aussahen, fast gefährlich, aber gleichzeitig wurden sie so leichtfüßig von den Schaustellern ausgeführt, dass es ganz leicht zu sein schien. Die Pferde wieherten oftmals wegen der Anstrengung und der Last ihrer Reiter, sie schienen am Ende der Vorstellung sehr müde. Der aufgewirbelte Sand, der Dreck aus der Manege, legte sich langsam, als die Pferde wieder hinter den Vorhang geführt wurden. Und wieder stoppte die Musik und es war ruhig im Zelt. Eine Grabesstille herrschte, bis irgendwo aus der oberen linken Ecke ein leises Klatschen erklang und nach und nach stimmten immer mehr Hände mit ein, bis alles davon durchdrungen war. Die Stille wurde nun von klatschenden und jubelnden Menschen abgelöst.
„Das ist großartig, oder?“, fragte mich Mikey nach kurzer Zeit. Alle waren plötzlich aus ihrer Trance erwacht und konnten langsam begreifen, was sie gesehen hatten, sie konnten die Bilder in ihrem Kopf ordnen und staunen. Auch ich konnte mich wieder fangen.
„Ja, das war erstaunlich. Vielleicht war das doch keine so schlechte Idee hierherzukommen.“
Ich konnte mir sogar ein Lächeln abgewinnen, aber um ehrlich zu sein, sagte ich das nur aus dem Grund heraus, weil ich bis zu diesem Moment noch keine Clowns gesehen hatte.
„Das ist klasse!“, sagte Mikey fröhlich und stieß einen etwas heiseren Jubelschrei aus. Ja, das alles war erträglich, solange er neben mir saß und meine Hand hielt.
„Vor langer Zeit lebte an einem fernen Ort ein Engel.“, unterbrach uns eine heisere Stimme, „Dieser Engel hatte schon immer den Wunsch unter Menschen zu leben. Doch Gott konnte des Engels Interesse an diesen niederen Geschöpfen nicht verstehen. Er setzte ihn auf die Erde und ließ ihn unter den Menschen zurück, damit er selbst lernen konnte...“
Das laute Knacken veranlasste die Menge aufzusehen und ein Scheinwerfer ging an. In seinem Licht hing eine Schaukel vom Dach des Zirkus herunter, auf der eine kleine Gestalt mit großen weißen Flügeln saß. Die blonden Haare waren gelockt, fielen sanft über das Gesicht und umrankten die Arme der Gestalt. An ihrem Fuß war ein Sicherheitsseil befestigt und die Schaukel wurde langsam nach unten gelassen, bis sie den Boden berührte. Es war ein kleines Mädchen, das da vor uns saß, nicht älter als dreizehn oder vierzehn. Wieder setzte die Musik in dem Moment ein, in dem das Mädchen in die Menge schaute. Man hörte die Maschinen die Schaukel wieder etwas anheben. Sie hielt sich krampfhaft an den Seilen fest und ließ sich mit nach oben ziehen. Nach ungefähr zwanzig Metern, oder vielleicht etwas mehr, blieb die Schaukel stehen. Die Musik klang tragisch, sie erweckte das Gefühl von Horror in mir. Das Mädchen ließ sich fallen, nur an dem Sicherheitsseil befestigt. Durch das Publikum ging ein teils ängstliches, teils aufgeschrecktes Raunen, gefolgt vom tiefen Einatmen einiger Zuschauer. Mein Herz klopfte, doch das Mädchen fing an sich an der Schaukel hochzuziehen, machte unglaubliche Figuren, umschlang mit ihrem Fuß die Seile, ließ sich fallen. Wieder versanken die Zuschauer in eine Art Trance, sie starrten in die Luft, auf die Schaukel, auf das kleine zerbrechlich wirkende Mädchen, das dort in zwanzig Metern Höhe hing und zeigte, was sie gelernt hatte. Immer wieder ließ sie sich fallen, drehte sich zur Musik, Pirouetten, Handstand- alles schien so leicht für sie zu sein. Die Musik wurde immer lauter und gefährlicher, der Gesichtsausdruck des Mädchens änderte sich, voller Angst blickte sie auf, nachdem sie mit samt Schaukel sicher auf dem Boden landete. Durch das Schlagzeug hatte man das Gefühl es würde donnern und das Licht zuckte- Blitze in der Dunkelheit. In fetzen sah man das kleine Mädchen umher wandeln, bis das Licht ausging. Stille. Einige Sekunden später ging ein Scheinwerfer an und gab den Blick frei auf die dünne Gestalt des Mädchens, das in der Manege auf dem Boden lag und weinte. Erst jetzt bemerkte ich, dass etwas fehlte. Gott hatte ihr die Flügel genommen.
Die Vorstellung wurde nach dieser Nummer durch eine Pause unterbrochen. Draußen war es schon dunkel geworden, es musste mehr Zeit vergangen sein, als ich dachte. Die Menschen streckten sich, unterhielten sich, lachten und waren ganz aufgeregt wegen der Dinge, die sie bis jetzt gesehen hatten.
„Ich muss mal ganz kurz verschwinden.“, sagte ich und gab Mikey zu verstehen, dass ich wohl lieber nicht so viel Wasser hätte trinken sollen. Er nickte mir nur lächelnd zu und zeigte auf den Wagen mit den Süßigkeiten. Ich verstand und machte mich auf die Suche nach einer Toilette. Ich stolperte über eines der Seile, die das Zelt am Boden befestigten und schlug mir den Ellbogen auf dem lockeren Kiesboden auf, der den Zirkus umgab.
„Autsch.“, gab ich mit verzerrter Stimme von mir. Es war leider einer der Nachteile, dass ich kein Blut sehen konnte. Ich schaute mich um und suchte nach jemandem, der mir hätte helfen können, als ich plötzlich etwas nasses auf der Wunde bemerkte und es anfing zu brennen. Vor lauter Angst zuckte ich zusammen und wollte gerade anfangen zu schreien, als mir eine Hand den Mund zuhielt und eine Stimme leise „Pssst“ in mein Ohr zischte. Mein Herz raste, denn ich konnte nicht sehen, wer da hinter mir war und mich am Reden hinderte.
„Ich tu dir nichts, okay?“, versicherte mir eine leise, raue Stimme. Ich nickte nur vorsichtig, weil ich merkte, wie stark diese Hände waren, die meinen Kopf mit Leichtigkeit hätten zerdrücken können. Doch dann ließen sie langsam locker. Ich war nicht in der Lage mich umzudrehen, doch die Neugier war zu groß, als dass ich mich hätte wehren können. Hinter mir, in der Dunkelheit der Nacht, die nur vom Vollmond durchdrungen wurde, an diesem Ort, wo sich scheinbar kein künstliches Licht hintraute, sah ich ihn.





Fuck {me}






Sandra
x 31.12.1988
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